PortraitMein Interesse an der Technik fiel bereits sehr früh auf: Im Alter von ca. 6 Jahren befriedigte ich meine erwachende Neugierde indem ich die Radiogeräte und Uhren in unserer Familie zerlegte.

Die nächste "Etappe", etwa als 10-jähriger, waren die Versuche, die vielen Einzelteile wieder zusammenzufügen. Bis zum 12. Lebensjahr waren diese Versuche allerdings nur von geringen Erfolgen gekrönt. Daran schloß sich die Phase der wilden Fahrradzerlegereien und -basteleien an.

Durch den Erwerb zahlreicher Werkzeuge, vor allem durch den Kauf des Schutzgasschweißgerätes bekam ich vor einigen Jahren die Möglichkeit, nicht nur auseinanderzunehmen, sondern auch wieder zusammenzufügen. Das war der entscheidende Wendepunkt in meiner "Karriere".

Die ersten aus Fahrrad- und Motorradschrott zusammengestoppelten "Kunstwerke" wurden vornehmlich im engeren Familienkreis als Geschenknotlösungen benutzt. Ihre Qualitäten lagen meist nicht in der Attraktivität sondern eher in der Größe, weshalb die meisten davon nach einer mehr oder weniger kurzen Anstandsfrist in dunklen Kellern oder auf dem Sperrmüll landeten.

Tja, und 1985 kam dann der große Moment: Einige ohne jeden Plan aneinandergeschweißte Muttern wurden von mir, mit einiger Phantasie, als Gesicht identifiziert.

Diese wurde dann noch mit Stahldrähten, Nägeln, Schrauben und anderen Metallteilen zu einer kompletten Figur vervollständigt.

Danach entstanden durch phantasievolles "recycling" von Baustahl- oder Edelstahlmaterial vom Schrottplatz zahlreiche verschiedene Metallskulpturen. Je nach Lust und Laune, bzw. Kundenwünschen, werden bis heute neue Motive experimentell erstellt und weiter-entwickelt.

Seit 10 Jahren biete ich diese Figuren auf Künstlermärkten im Umfeld meiner Heimat an.

Bei eventuellem Interesse an einem meiner Vögel oder irgendeiner anderen Skulptur einfach ´mal bei mir melden.

Thomas Ihl